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VORSCHRIFTEN IN ÖSTERREICH


Untenstehend finden Sie eine Zusammenfassung aller Normen, die zur Zeit in Österreich bindend für die Planung von Aufzügen und Fahrtreppen/Fahrsteigen sind.
ÖNORM B2450

ÖNORM B2450-1 Bauvorschriften für Aufzüge – Allgemeines

ÖNORM B2450-4 Bauvorschriften für Aufzüge - Nichtbetretbare Lastenaufzüge

Die ÖNORM B2450 legt durch den Verweis auf die jeweils gültigen Landesgesetze fest, wann ein Aufzug einzubauen ist und welche weiterführenden Normen zur Anwendung kommen.
ÖNORM EN81

ÖNORM EN81-1 Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Personen- und Lastenaufzügen sowie Kleingüteraufzügen – Elektrisch betriebene Aufzüge

ÖNORM EN81-2 Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Personen- und Lastenaufzügen sowie Kleingüteraufzügen – Hydraulisch betriebene Aufzüge

Die ÖNORM EN81 legt die Sicherheitsregel fest, um Personen und Sachen vor Unfallgefahren zu schützen. Erläuterungen zu dieser Norm finden Sie in einem eigenem Kapitel.
ÖNORM B1600 und B1601

ÖNORM B1600 Barrierefreies Bauen - Planungsgrundsätze

ÖNORM B1601 Spezielle Baulichkeiten für behinderte und alte Menschen

Planungsgrundsätze
In jedem Neubau, in welchen ein Aufzug gemäß Behindertenrichtlinien einzubauen ist, muss die ÖNORM B1600 als Planungsgrundlage herangezogen werden. Es ist somit mindestens ein Aufzug dementsprechend auszuführen.

Die jeweiligen landesgesetzlichen Bestimmungen sind einzuhalten.
ÖNORM B2455 und TRVB 150

Gilt für jene Gebäude, die nach den jeweiligen landesgesetzlichen Bestimmungen Hochhäuser sind. Für Wien, zum Beispiel, gilt ein Gebäude als Hochhaus wenn sich die Traufenkante in einer Höhe von über 26 m befindet. Somit ist je Brandabschnitt mindestens ein Aufzug einzubauen, dessen Kabine 1,0 m breit und 2,10 m tief sein muss und dessen lichte Türbreite 0,80 m aufweisen muss. Die Nennlast muss mindestens 1000 kg bzw. 13 Personen betragen. Es gelten wieder die landesgesetzlichen Bestimmungen in Zusammenhang mit der ÖNORM B1600.

Weiterführende Bestimmungen:

Triebwerk und Triebwerksraum
Der Triebwerksraum muss über dem Schacht angeordnet sein. Der Zugang zum Triebwerk muss innerhalb der Baulichkeit liegen und über Stiegen erfolgen. Niveauunterschiede bis zu einem Meter innerhalb des Triebwerksraumes können auch durch Leitern ausgeglichen werden.

Elektrische Leitungen
Die Zuleitungen müssen E 90 entsprechen (gemäß DIN 4102 Teil 12).

Steuerung
Die Steuerung muss mindestens als Abwärts-Sammelsteuerung ausgeführt sein.

Brandalarm
Bei Auslösen eines Brandalarms müssen die Fahrkörbe in die Haupthaltestelle fahren und mit geöffneten Türen abgestellt werden.
Netzausfall
Bei Netzausfall müssen die Fahrkörbe in die jeweils nächste Haltestelle fahren und mit offenen Türen abgestellt werden.

Notstrom
Je Brandabschnitt ist zumindest ein Aufzug mit Notstromversorgung vorzusehen (E 90).

Gegensprechanlage
Zusätzlich zur Notrufeinrichtung ist eine Gegensprechanlage zwischen Fahrkorb und Haupthaltestelle vorzusehen.

Fahrkorbstellungsanzeige
In der Haupthaltestelle ist eine Fahrkorbstellungsanzeige vorzusehen.

Feuerwehr-Vorrang-Steuerung
In der Haupthaltestelle ist ein Schlüsselschalter für die Feuerwehr-Vorrang-Steuerung vorzusehen. Dieser ist so auszuführen, dass der Schlüssel in beiden Stellungen abziehbar ist.

In der Kabine
In der Kabine ist ein Schlüsselschalter für die Feuerwehr-Vorrang-Steuerung vorzusehen. Dieser ist so auszuführen, dass der Schlüssel nur in 0-Stellung abziehbar ist.
ÖNORM B8115

Schallschutzmaßnahmen
Da dieses Thema äußerst komplex und umfangreich ist, sei nur aufgrund seiner enormen Wichtigkeit darauf hingewiesen. Obwohl heute nahezu alle Aufzugskomponenten so vom Gebäude entkoppelt (Gummielemente) sind, dass nahezu kein Körperschall übertragen werden kann ist bei der Planung die Beachtung von geeigneten baulichen Schallschutzmaßnahmen äußerst wichtig.

ÖNORM B2470
Personenaufzüge für Wohnhäuser

ÖNORM B2471
Personenaufzüge für Büro- und Verwaltungsgebäude, Hotels und Schulen

ÖNORM B2472
Personenaufzüge für Krankenhäuser (Bettenaufzüge)

ÖNORM EN115
Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Fahrtreppen und Fahrsteigen.

Jeweils gültige Bauordnungen
 
 
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